Gedichten internationaal.

  Ik hou veel van poezie en ik hou heel veel van taal.

Niet alleen in het nederlands zijn mooie gedichten geschreven en ik kan dan ook intens genieten van poezie in een andere taal. In iedere taal zit weer een ander rythme en dat geeft een extra dimensie aan een gedicht. Vandaar dat ik hier anderstalige gedichten, die mijn gevoel voor taalrythme aanspreken, met jullie wil delen.

Duits

Frans

Engels 

Johann Wolfgang Goethe
Heinrich Heine
Rainer Maria Rilke
Conrad Ferdinand Meyer
Ludwig von Beethoven

Emanuel Schikaneder
Gustav Schwab
Hermann Hesse
Manfred Kyber 
Friedrich Nietzsche

 

Charles Baudelaire

Paul Verlaine

Jacques Prevert

Guy de MAUPASSANT

Guillaume Apollinaire

Pierre CORNEILLE

Anatole FRANCE

Victor HUGO

Alfred de MUSSET

Arthur RIMBAUD

Georges RODENBACH

Elizabeth Barrett Browning

Lord Byron

Keats

Francis Thompson

Edgar Allan Poe

Miss Frank Miller

Oliver Wendell Holmes 

Max Heindel

Leonard Cohen

Nhat Thich Hanh
Kipling
William Blake
William Wordsworth
William Shakespeare

A.A. Milne
 

Woordenboek

Duitse gedichten

Johann Wolfgang Goethe

 

 

Erlkönig

 

 Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind;
Er hat den Knaben wohl in dem Arm,
Er faßt ihn sicher, er hält ihn warm.

 

Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht?
Siehst Vater, du den Erlkönig nicht?
Den Erlenkönig mit Kron und Schweif?
Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif.

 

»Du liebes Kind, komm, geh mit mir!
Gar schöne Spiele spiel ich mit dir;
Manch bunte Blumen sind an dem Strand,
Meine Mutter hat manch gülden Gewand.«

 

Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,
Was Erlenkönig mir leise verspricht?
Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind;
In dürren Blättern säuselt der Wind.

 

»Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn?
Meine Töchter sollen dich warten schön;
Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn
Und wiegen und tanzen und singen dich ein.«

 

Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort
Erlkönigs Töchter am düstern Ort? -
Mein Sohn, mein Sohn, ich seh es genau:
Es scheinen die alten Weiden so grau.

 

»Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt;
Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt.«
Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an!
Erlkönig hat mir ein Leids getan!

 

Dem Vater grauset's, er reitet geschwind,
Er hält in den Armen das ächzende Kind,
Erreicht den Hof mit Mühe und Not;
In seinen Armen das Kind war tot.

 

 

Das Heidenröslein

 

Sah ein Knab ein Röslein stehn,
Röslein auf der Heiden,
War so jung und morgenschön,
Lief er schnell, es nah zu sehn,
Sah's mit vielen Freuden.


Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.

Knabe sprach: Ich breche dich,
Röslein auf der Heiden!


Röslein sprach: Ich steche dich,
Daß du ewig denkst an mich,
Und ich will's nicht leiden.
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.

 

Und der wilde Knabe brach
's Röslein auf der Heiden;
Röslein wehrte sich und stach,
Half ihr doch kein Weh und Ach,
Mußt' es eben leiden.


Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.

 

 

Elfenlied

 

Um Mitternacht, wenn die Menschen erst schlafen,
Dann scheinet uns der Mond,
Dann leuchtet uns der Stern;
Wir wandeln und singen
Und tanzen erst gern.

 

Um Mitternacht, wenn die Menschen erst schlafen,
Auf Wiesen, an den Erlen
Wir suchen unsern Raum
Und wandeln und singen
Und tanzen einen Traum.

 

 

Ginkgo Biloba

 

Dieses Baums Blatt, der von Osten
Meinem Garten anvertraut,
Gibt geheimen Sinn zu kosten,
Wie 's den Wissenden erbaut.

Ist es ein lebendig Wesen
Das sich in sich selbst getrennt?
Sinds es zwei, die sich erlesen,
Dass man sie als eines kennt?

Solche Fragen zu erwidern
Fand ich wohl den rechten Sinn;
fühlst du nicht an meinen Liedern,
Dass ich eins und doppelt bin?

 

 

Abendlied

 

Über allen GipfelnIst Ruh,
In allen Wipfeln
Spürest du
Kaum einen Hauch;
Die Vögelein schweigen im Walde.
Warte nur, balde
Ruhest du auch.

 

Meer Goethe:

 http://gutenberg.spiegel.de/goethe/gedichte/0htmldir.htm

 

 

 

Heinrich Heine

 

 

Du bist wie eine Blume

 

Du bist wie eine Blume
so hold und schön und rein;
ich schau' dich an, und Wehmut
schleicht mir ins Herz hinein.

 

Mir ist, als ob ich die Hände
aufs Haupt dir legen sollt',
betend, daß Gott dich erhalte
so rein und schön und hold.

 

 

 

Die heiligen drei Könige...

 

Die heiligen drei Könige aus Morgenland,
sie frugen in jedem Städtchen:
Wo geht der Weg nach Bethlehem,
ihr lieben Buben und Mädchen?

 

Die jungen und Alten, sie wußten es nicht,
die Könige zogen weiter;
sie folgten einem goldenen Stern,
der leuchtete lieblich und heiter.

 

Der Stern blieb stehn über Josephs Haus,
da sind sie hineingegangen;
das Öchslein brüllte, das Kindlein schrie,
die heiligen drei Könige sangen.


Die Welt ist dumm

 

Die Welt ist dumm, die Welt ist blind,

Wird täglich abgeschmackter!

Sie spricht von dir, mein schönes Kind,

Du hast keinen guten Charakter.

 

Die Welt ist dumm, die Welt ist blind,

Und dich wird sie immer verkennen;

Sie weiß nicht, wie süß deine Kusse sind,

Und wie sie beseligend brennen

 

(1822-1823)

 

 

 

 

Rainer Maria Rilke

 

 

Liebeslied

 

Wie soll ich meine Seele halten, daß
sie nicht an deine rührt? Wie soll ich sie
hinheben über dich zu andern Dingen?


Ach gerne möcht ich sie bei irgendwas
Verlorenem im Dunkel unterbringen
an einer fremden stillen Stelle, die
nicht weiterschwingt,wenn deineTiefen schwingen.


Doch alles, was uns anrührt, dich und mich,
nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich,
der aus zwei Saiten eine Stimme zieht.


Auf welches Instrument sind wir gespannt?
Und welcher Spieler hat uns in der Hand?
O süßes Lied.


Lösch mir die Augen aus…

 

Lösch mir die Augen aus: ich kann dich sehn,
wirf mir die Ohren zu: ich kann dich hören,
und ohne Füße kann ich zu dir gehen,
und ohne Mund noch kann ich dich beschwören.

Brich mir die Arme ab,
ich fasse dich mit meinem Herzen wie mit einer Hand.
Halt mir das Herz zu, und mein Hirn wird schlagen,
und wirfst du in mein Hirn den Brand,
so werd ich dich auf meinem Blute tragen.

 

Herbsttag

 

Herr, es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.

Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,

und auf den Fluren laß die Winde los.

 

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;

gib ihnen noch zwei südlichere Tage

dränge sie zur Vollendung hin und jage

die letzte Süße in den schweren Wein.

 

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.

Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,

wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben

und wird in den Alleen hin und her

unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

 


HERFSTDAG

 

Heer, het is tijd. De zomer was groots.

Leg uw schaduw op de zonnewijzers

en maak in 't veld de winden tomeloos.

 

Beveel de laatste vruchten vol te zijn;

geef hun nog twee zuidelijker dagen,

dring op hun voltooiing aan en jaag

de laatste zoetheid in de zware wijn.

 

Wie nu geen huis heeft, bouwt er geen meer.

Wie nu alleen is, zal het lang nog blijven,

zal waken, lezen, lange brieven schrijven

en rusteloos in lanen gaan, heen en weer,

als winden bladeren voorwaarts drijven.

 

 

Meer Rilke: http://gutenberg.spiegel.de/rilke/gedichte/0htmldir.htm

 

  

Conrad Ferdinand Meyer

 

  

Aus:  V. Liebe

 

Stapfen

 

 In jungen Jahren war's. Ich brachte dich

Zurück ins Nachbarhaus, wo du zu Gast,

Durch das Gehölz. Der Nebel rieselte,

Du zogst des Reisekleids Kapuze vor

Und blicktest traulich mit verhüllter Stirn.

 

Naß ward der Pfad. Die Sohlen prägten sich

Dem feuchten Waldesboden deutlich ein,

Die wandernden. Du schrittest auf dem Bord,

Von deiner Reise sprechend. Eine noch,

Die längre, folge drauf, so sagtest du.

 

Dann scherzten wir, der nahen Trennung klug

Das Angesicht verhüllend, und du schiedst,

Dort wo der First sich über Ulmen hebt.

Ich ging denselben Pfad gemach zurück,

Leis schwelgend noch in deiner Lieblichkeit,

In deiner wilden Scheu, und wohlgemut

Vertrauend auf ein baldig Wiedersehn.

 

Vergnüglich schlendernd, sah ich auf dem Rain

Den Umriß deiner Sohlen deutlich noch

Dem feuchten Waldesboden eingeprägt,

Die kleinste Spur von dir, die flüchtigste,

Und doch dein Wesen: wandernd, reisehaft,

Schlank, rein, walddunkel, aber o wie süß!

 

Die Stapfen schritten jetzt entgegen dem

Zurück dieselbe Strecke Wandernden:

Aus deinen Stapfen hobst du dich empor

Vor meinem innern Auge. Deinen Wuchs

Erblickt ich mit des Busens zartem Bug.

Vorüber gingst du, eine Traumgestalt.

 

Die Stapfen wurden jetzt undeutlicher,

Vom Regen halb gelöscht, der stärker fiel.

Da überschlich mich eine Traurigkeit:

Fast unter meinem Blick verwischten sich

Die Spuren deines letzten Gangs mit mir.

 

 

 

Mein Stern

 

Oft in meinem Abendwandel hefte
Ich auf einen schönen Stern den Blick,
Zwar sein Zeichen hat besondre Kräfte,
Doch bestimmt und zwingt er kein Geschick.

 

Nicht geheime Winke will er geben,
Er ist wahr und rein und ohne Trug,
Er beseliget und stärkt das Leben
Mit der tiefsten Sehnsucht stillem Zug.

 

Nicht versteht er Gottes dunkeln Willen
Noch der Dinge letzten ewgen Grund,
Wunden heilt er, Schmerzen kann er stillen
Wie das Wort aus eines Freundes Mund.

 

In die Bangnis, die Bedrängnis funkelt
Er mit seinem hellsten Strahle gern,
Und je mehr die Erde mählich dunkelt,
Desto näher, stärker brennt mein Stern.

 

Holder, einen Namen wirst du tragen,
Aber diesen wissen will ich nicht,
Keinen Weisen werd ich darum fragen,
Du mein tröstliches, mein treues Licht!

 

 

 

Ludwig von Beethoven

 

 

Ode an die Freude

O Freunde, nicht diese Töne!
Sondern laßt uns angenehmere anstimmen
Und freudenvollere!

Freude, schöner Götterfunken,
Tochter aus Elysium,
Wir betreten feuertrunken,
Himmlische, dein Heiligtum!
Deine Zauber binden wieder,
Was die Mode streng geteilt;
Alle Menschen werden Brüder,
Wo dein sanfter Flügel weilt.

Wem der große Wurf gelungen,
Eines Freundes Freund zu sein,
Wer ein holdes Weib errungen,
Mische seinen Jubel ein!
Ja, wer auch nur eine Seele
Sein nennt auf dem Erdenrund!
Und wer's nie gekonnt, der stehle
Weinend sich aus diesem Bund.

Freude trinken alle Wesen
An den Brüsten der Natur:
Alle Guten, alle Bösen
Folgen ihrer Rosenspur.
Küsse gab sie uns, und Reben,
Einen Freund, geprüft im Tod;
Wollust ward dem Wurm gegeben,
Und der Cherub steht vor Gott!

Froh, wie seine Sonnen fliegen
Durch des Himmels prächt'gen Plan,
Laufet, Brüder, eure Bahn,
Freudig, wie ein Held zum Siegen.
Laufet, Brüder, eure Bahn.

Seid umschlungen, Millionen,
Diesen Kuß der ganzen Welt!
Brüder! Über'm Sternenzelt
Muß ein lieber Vater wohnen.
Ihr stürzt nieder, Millionen?
Ahnest du den Schöpfer, Welt?
Such' ihn über'm Sternenzelt!
Über Sternen muß er wohnen.

 

 

Uit: Die Zauberflöte

Libretto: Emanuel Schikaneder

Komposition: Wolfgang Amadeus Mozart

 

 

In diesen heil'gen Hallen,
Kennt man die Rache nicht,
Und ist ein Mensch gefallen,
Führt Liebe ihn zur Pflicht.
Dann wandelt er an Freundeshand,
Vergnügt und froh ins bessre Land.


In diesen heiligen Mauern
Wo Mensch den Menschen liebt,
Kann kein Verräter lauern,
Weil man dem Feind vergibt.
Wen solche Lehren nicht erfreuen,
Verdienet nicht ein Mensch zu sein.

 

In deze heilige hallen

Heeft men geen weet van wraak

En als een mens gevallen is

Wijst liefde hem zijn plicht.

Dan wandelt hij aan vriendenhand

Blijmoedig naar een beter land.

 

In deze heilige muren

Waar mens van mensen houdt

Kan geen verrader loeren

Omdat de vijand wordt vergeven.

Wie zulke lessen niet graag hoort

Verdient het niet om mens te zijn.

 

 

 

 

Hermann Hesse


 

Das Leben, das ich selbst gewählt

 

Ehe ich in dieses Erdenleben kam

Ward mir gezeigt, wie ich es leben würde.

Da war die Kümmernis, da war der Gram,

Da war das Elend und die Leidensbürde.

Da war das Laster, das mich packen sollte,

Da war der Irrtum, der gefangen nahm.

Da war der schnelle Zorn, in dem ich grollte,

Da waren Haß und Hochmut, Stolz und Scham.

 

Doch da waren auch die Freuden jener Tage,

Die voller Licht und schöner Träume sind,

Wo Klage nicht mehr ist und nicht mehr Plage,

Und überall der Quell der Gaben rinnt.

Wo Liebe dem, der noch im Erdenkleid gebunden,

Die Seligkeit des Losgelösten schenkt,

Wo sich der Mensch der Menschenpein entwunden

als Auserwählter hoher Geister denkt.

 

Mir ward gezeigt das Schlechte und das Gute,

Mir ward gezeigt die Fülle meiner Mängel.

Mir ward gezeigt die Wunde draus ich blute,

Mir ward gezeigt die Helfertat der Engel.

Und als ich so mein künftig Leben schaute,

Da hört ein Wesen ich die Frage tun,

Ob ich dies zu leben mich getraute,

Denn der Entscheidung Stunde schlüge nun.

 

Und ich ermaß noch einmal alles Schlimme —

»Dies ist das Leben, das ich leben will!« —

Gab ich zur Antwort mit entschloßner Stimme.

So war’s als ich ins neue Leben trat

Und nahm auf mich mein neues Schicksal still.

So ward ich geboren in diese Welt.

Ich klage nicht, wenn’s oft mir nicht gefällt,

Denn ungeboren hab ich es bejaht.

 

 

Beim Schlafengehen

 

Nun der Tag mich müd gemacht.

soll mein sehnliches Verlangen

freundlich die gestirnte Nacht

wie ein müdes Kind empfangen.

 

Hände, laßt von allem Tun,

Stirn, vergiß du alles Denken,

alle meine Sinne nun

wollen sich in Schlummer senken.

 

Und die Seele, unbewacht,

will in freien Flügeln schweben,

um im Zauberkreis der Nacht

tief und tausendfach zu leben

 

 

Gestutzte Eiche

 

Wie haben sie dich, Baum, verschnitten

Wie stehst du fremd und sonderbar!

Wie hast du hundertmal gelitten,

Bis nichts in dir als Trotz und Wille war!

 

Ich bin wie du, mit dem verschnittnen,

Gequälten Leben brach ich nicht

Und tauche täglich aus durchlittnen

Roheiten neu die Stirn ins Licht.

 

Was in mir weich und zart gewesen,

Hat mir die Welt zu Tod gehöhnt,

Doch unzerstörbar ist mein Wesen,

Ich bin zufrieden, bin versöhnt,

 

Geduldig neue Blätter treib ich

Aus Ästen hundertmal zerspalt,

Und allem Weh zu Trotze bleib ich

Verliebt in die verrückte Welt.

 

Juli 1919

 

 

Bücher

 

Alle Bücher dieser Welt

Bringen dir kein Glück,

Doch sie weisen dich geheim

In dich selbst zurück.

 

Dort ist alles, was du brauchst,

Sonne, Stern und Mond,

Denn das Licht, danach du fragst,

In dir selber wohnt.

 

Weisheit, die du lang gesucht

In den Büchereien,

Leuchtet jetzt aus jedem Blatt —

Denn nun ist sie dein.

 

  

 Manfred Kyber



Abendlied

Der Abend kommt, der Tag ist aus,
Frau Sonne geht zur Ruh.
Sie geht wohl in ihr Wolkenhaus
und macht die Türe zu.

Dann werden alle angebrannt
die Sternlein in der Nacht.
Es halten über Meer und Land
die Engel heil’ge Wacht.

Und wenn die goldnen Sterne stehn
und scheint der Mond dazu,
dann müssen alle schlafen gehen:
die Welt und ich und du.

Und schläfst du ein und hast du kaum
die Augen zugemacht,
dann schenkt dir einen lieben Traum
die Königin der Nacht.

 

Das andere Ufer

Einmal wird ein Ende
aller Irrfahrt sein.
Müdgewordne Hände
ziehn die Segel ein.

Leise ruft der Rufer
allen Sturm zur Ruhr.
Einem andern Ufer
treibt der Nachen zu.

Und die vor mir gingen
schauen nach mir aus,
um mich heimzubringen
in mein Vaterhaus.

Wortlos knie ich nieder
in den Silbersand:
nimm mich, nimm mich wieder,
seliges Sonnenland!

 

 

Gustav Schwab

 

 

Het beroemde gedicht van Gustav Schwab, ’Der Reiter und der Bodensee’. Een ruiter is in grote haast op weg naar een dorp dicht bij het Bodenmeer en geeft zijn paard nog eens de sporen als hij een grote sneeuwvlakte voor zich ziet. Niets vermoedend rijdt hij door tot het eerste dorp dat uit de witte slierten opdoemt. Daar aangekomen hoort hij dat hij het meer al gepasseerd is: hij heeft het wolkendek dat het meer bedekte aangezien voor een besneeuwde vlakte. Als dat tot hem doordringt, bezwijkt hij. Tijdens zijn rit vermoedde hij niets van de gapende diepte onder hem. Nu hij het achteraf beseft, besterft hij het. Het bestaan van de mens wordt vastgehouden boven de afgrond, en wie even goed toekijkt huivert om de niet te bevatten vreemdheid.

 

 

Der Reiter und der Bodensee

 

Der Reiter reitet durchs helle Tal,
Auf Schneefeld schimmert der Sonne Strahl.

Er trabet im Schweiß durch den kalten Schnee,
Er will noch heut an den Bodensee;

 

Noch heut mit dem Pferd in den sichern Kahn,
Will drüben landen vor Nacht noch an.

Auf schlimmem Weg, über Dorn und Stein,
Er braust auf rüstigem Roß feldein.

 

Aus den Bergen heraus, ins ebene Land,
Da sieht er den Schnee sich dehnen wie Sand.

Weit hinter ihm schwinden Dorf und Stadt,
Der Weg wird eben, die Bahn wird glatt.

 

In weiter Fläche kein Bühl, kein Haus,
Die Bäume gingen, die Felsen aus;

So flieget er hin eine Meile, und zwei,
Er hört in den Lüften der Schneegans Schrei;

 

Es flattert das Wasserhuhn empor,
Nicht anderen Laut vernimmt sein Ohr;

Keinen Wandersmann sein Auge schaut,
Der ihm den rechten Pfad vertraut.

 

Fort geht's, wie auf Samt, auf dem weichen Schnee,
Wann rauscht das Wasser, wann glänzt der See?

Da bricht der Abend, der frühe, herein:
Von Lichtern blinket ein ferner Schein.

 

Es hebt aus dem Nebel sich Baum an Baum,
Und Hügel schließen den weiten Raum.

Er spürt auf dem Boden Stein und Dorn,
Dem Rosse gibt er den scharfen Sporn.

 

Und Hunde bellen empor am Pferd,
Und es winkt im Dorf ihm der warme Herd.

»Willkommen am Fenster, Mägdelein,
An den See, an den See, wie weit mag 's sein?«

 

Die Maid, sie staunet den Reiter an:
»Der See liegt hinter dir und der Kahn.

Und deckt' ihn die Rinde von Eis nicht zu,
Ich spräche, aus dem Nachen stiegest du.«

 

Der Fremde schaudert, er atmet schwer:
»Dort hinten die Ebne, die ritt ich her!«

Da recket die Magd die Arm in die Höhe:
»Herr Gott! so rittest du über den See!

 

An den Schlund, an die Tiefe bodenlos,
Hat gepocht des rasenden Hufes Stoß!

Und unter dir zürnten die Wasser nicht?
Nicht krachte hinunter die Rinde dicht?

 

Und du wardst nicht die Speise der stummen Brut,
Der hungrigen Hecht in der kalten Flut?«

Sie rufet das Dorf herbei zu der Mär,
Es stellen die Knaben sich um ihn her.

 

Die Mütter, die Greise, sie sammeln sich:
»Glückseliger Mann, ja, segne du dich!

Herein, zum Ofen, zum dampfenden Tisch,
Brich mit uns das Brot und iß vom Fisch!«

 

Der Reiter erstarret auf seinem Pferd,
Er hat nur das erste Wort gehört.

Es stocket sein Herz, es sträubt sich sein Haar,
Dicht hinter ihm grinst noch die grause Gefahr.

 

Es siehet sein Blick nur den gräßlichen Schlund,
Sein Geist versinkt in den schwarzen Grund.

Im Ohr ihm donnert 's, wie krachend Eis,
Wie die Well umrieselt ihn kalter Schweiß.

 

Da seufzt er, da sinkt er vom Roß herab,
Da ward ihm am Ufer ein trocken Grab.

 

Gustav Schwab

 

 

 

 

 

Friedrich Nietzsche



Dem unbekannten Gotte

 

 

Noch einmal, eh ich weiterziehe

und meine Blicke vorwärts sende,

heb ich vereinsamt meine Hände

zu dir empor, zu dem ich fliehe,

dem ich in tiefster Herzenstiefe

Altare feierlich geweiht,

daß allezeit

mich deine Stimme wieder riefe.

 

Darauf erglüht tief eingeschrieben

das Wort: Dem unbekannten Gotte.

Sein bin ich, ob ich in der Frevler Rotte

auch bis zur Stunde bin geblieben:

Sein bin ich – und fühl die Schlingen,

die mich im Kampf darniederziehn

und, mag ich fliehn,

mich doch zu seinem Dienste zwingen.

 

Ich will dich kennen, Unbekannter,

du tief in meine Seele Greifender,

mein Leben wie ein Sturm Durchschweifender,

du Unfaßbarer, mir Verwandter!

Ich will dich kennen, selbst dir dienen.

 

 

Franse gedichten

 

Charles Baudelaire

 

 

 

L’ albatros

 

Souvent, pour s'amuser, les hommes d'équipage

Prennent des albatros, vastes oiseaux des mers,
Qui suivent, indolents compagnons de voyage,
Le navire glissant sur les gouffres amers.

A peine les ont-ils déposés sur les planches,
Que ces rois de l'azur, maladroits et honteux,
Laissent piteusement leurs grandes ailes blanches
Comme des avirons traîner à côté d'eux.

Ce voyageur ailé, comme il est gauche et veule!
Lui, naguère si beau, qu'il est comique et laid!
L'un agace son bec avec un brûle-gueule,
L'autre mime, en boitant, l'infirme qui volait!

Le Poëte est semblable au prince des nuées
Qui hante la tempête et se rit de l'archer;
Exilé sur le sol au milieu des huées,
Ses ailes de géant l'empêchent de marcher.

 

 

ELEVATION


Au-dessus des étangs, au-dessus des vallées,
Des montagnes, des bois, des nuages, des mers,
Par delà le soleil, par delà les éthers,
Par delà les confins des sphères étoilées,

Mon esprit, tu te meus avec agilité,
Et, comme un bon nageur qui se pâme dans l'onde,
Tu sillonnes gaiement l'immensité profonde
Avec une indicible et mâle volupté.

Envole-toi bien loin de ces miasmes morbides;
Va te purifier dans l'air supérieur,
Et bois, comme une pure et divine liqueur,
Le feu clair qui remplit les espaces limpides.

Derrière les ennuis et les vastes chagrins
Qui chargent de leur poids l'existence brumeuse,
Heureux celui qui peut d'une aile vigoureuse
S'élancer vers les champs lumineux et sereins;

Celui dont les pensers, comme des alouettes,
Vers les cieux le matin prennent un libre essor,
- Qui plane sur la vie, et comprend sans effort
Le langage des fleurs et des choses muettes !

 

 

Paul Verlaine

 

 

 

Chanson d’Automne

 

Les sanglots longs
Des violons
De l'automne
Blessent mon cœur
D'une langueur monotone.

Tout suffocant
Et blême, quand
Sonne l'heure,
Je me souviens
Des jours anciens
Et je pleure;

Et je m'en vais
Au vent mauvais
Qui m'emporte
Deçà, delà,
Pareil à
la
Feuille
morte

 

 

 

 

Jacques Prevert

 

 

 

Barbara

 

Rappelle-toi Barbara 
Il pleuvait sans cesse sur Brest ce jour-là 
Et tu marchais souriante 
Épanouie ravie ruisselante 
Sous la pluie 
Rappelle-toi Barabara 
Il pleuvait sans cesse sur Brest 
Et je t'ai croisée rue de Siam 
Tu souriais 
Et moi je souriais de même 


Rappelle-toi Barbara 
Toi que je ne connaissais pas 
Toi qui ne me connaissais pas 
Rappelle-toi 
Rappelle-toi quand même jour-là 
N'oublie pas 
Un homme sous un porche s'abritait 
Et il a crié ton nom 
Barbara 


Et tu as couru vers lui sous la pluie 
Ruisselante ravie épanouie 
Et tu t'es jetée dans ses bras 
Rappelle-toi cela Barbara 
Et ne m'en veux pas si je te tutoie 
Je dis tu à tous ceux que j'aime 
Même si je ne les ai vus qu'une seule fois 
Je dis tu à tous ceux qui s'aiment 
Même si je ne les connais pas 


Rappelle-toi Barbara 
N'oublie pas 
Cette pluie sage et heureuse 
Sur ton visage heureux 
Sur cette ville heureuse 
Cette pluie sur la mer 
Sur l'arsenal 
Sur le bateau d'Ouessant 


Oh Barbara 
Quelle connerie la guerre 
Qu'es-tu devenue maintenant 
Sous cette pluie de fer 
De feu d'acier de sang 
Et celui qui te serrait dans ses bras 
Amoureusement 
Est-il mort disparu ou bien encore vivant 


Oh Barbara 
Il pleut sans cesse sur Brest 
Comme il pleuvait avant 
Mais ce n'est plus pareil et tout est abimé 
C'est une pluie de deuil terrible et désolée 
Ce n'est même plus l'orage 
De fer d'acier de sang 
Tout simplement des nuages 
Qui crèvent comme des chiens 
Des chiens qui disparaissent 
Au fil de l'eau sur Brest 
Et vont pourrir au loin 
Au loin très loin de Brest 
Dont il ne reste rien.

 

 

 

 Déjeuner du matin

Il a mis le café
Dans la tasse
Il a mis le lait
Dans la tasse de café
Il a mis le sucre
Dans le café au lait
Avec la petite cuiller
Il a tourné
Il a bu le café au lait
Et il a reposé la tasse
Sans me parler

Il a allumé
Une cigarette
Il a fait des ronds
Avec la fumée
Il a mis les cendres
Dans le cendrier
Sans me parler
Sans me regarder

Il s'est levé
Il a mis
Son chapeau sur sa tête
Il a mis
Son manteau de pluie
Parce qu'il pleuvait
Et il est parti
Sous la pluie
Sans une parole
Sans me regarder
Et moi j'ai pris
Ma tête dans ma main
Et j'ai pleuré.

Mangez sur l'herbe
Dépêchez-vous
Un jour ou l'autre
L'herbe mangera sur vous.

 

 

Le Cancre

Il dit non avec la tête
mais il dit oui avec le cœur
il dit oui à ce qu'il aime
il dit non au professeur
il est debout
on le questionne
et tous les problèmes sont posés
soudain le fou rire le prend
et il efface tout
les chiffres et les mots
les dates et les noms
les phrases et les pièges
et malgré les menaces du maître
sous les huées des enfants prodiges
avec les craies de toutes les couleurs
sur le tableau noir du malheur
il dessine le visage du bonheur

 

Osiris ou la fuite en Égypte

 

C'est la guerre c'est l'été 
Déjà l'été encore la guerre 
Et la ville isolée désolée 
Sourit sourit encore 
Sourit sourit quand même 
De son doux regard d'été 
Sourit doucement à ceux qui s'aiment 
C'est la guerre c'est l'été 
Un homme avec une femme 
Marchent dans un musée désert 
Ce musée c'est le Louvre 
Cette ville c'est Paris 
Et la fraicheur du monde 
Est là tout endormie 
Un gardien se réveille en entendant les pas 
Appuie sur un bouton et retombe dans son rêve 
Cependant qu'apparaît dans sa niche de pierre 
La merveille de l'Égypte debout dans sa lumière 
La statue d'Osiris vivante dans le bois mort 
Vivante à faire mourir une nouvelle fois de plus 
Toutes les idoles mortes des églises de Paris 
Et les amants s'embrassent 
Osiris les marie 
Et puis rentre dans l'ombre 
De sa vivante nuit.

 

 

 

Guy de MAUPASSANT

 

 

 

Nuit de neige

 

La grande plaine est blanche, immobile et sans voix.
Pas un bruit, pas un son ; toute vie est éteinte.
Mais on entend parfois, comme une morne plainte,
Quelque chien sans abri qui hurle au coin d'un bois.

Plus de chansons dans l'air, sous nos pieds plus de chaumes.
L'hiver s'est abattu sur toute floraison ;
Des arbres dépouillés dressent à l'horizon
Leurs squelettes blanchis ainsi que des fantômes.

La lune est large et pâle et semble se hâter.
On dirait qu'elle a froid dans le grand ciel austère.
De son morne regard elle parcourt la terre,
Et, voyant tout désert, s'empresse à nous quitter.

Et froids tombent sur nous les rayons qu'elle darde,
Fantastiques lueurs qu'elle s'en va semant ;
Et la neige s'éclaire au loin, sinistrement,
Aux étranges reflets de la clarté blafarde.

Oh ! la terrible nuit pour les petits oiseaux !
Un vent glacé frissonne et court par les allées ;
Eux, n'ayant plus l'asile ombragé des berceaux,
Ne peuvent pas dormir sur leurs pattes gelées.

Dans les grands arbres nus que couvre le verglas
Ils sont là, tout tremblants, sans rien qui les protège ;
De leur œil inquiet ils regardent la neige,
Attendant jusqu'au jour la nuit qui ne vient pas.

 

 

Guillaume Apollinaire

 

 

CLOTILDE

 

L'anémone et l'ancolie

Ont poussé dans le jardin

Où dort la mélancolie

Entre l'amour et le dédain

 

Il y vient aussi nos ombres

Que la nuit dissipera

Le soleil qui les rend sombres

Avec elles disparaîtra

 

Les déités des eaux vives

Laissent couler leurs cheveux

Passe il faut que tu poursuives

Cette belle ombre que tu veux

 

 

 

Pierre CORNEILLE (1606-1684)

 

 

 

Eve et Marie.

 

Homme, qui que tu sois, regarde Eve et Marie,
Et comparant ta mère à celle du Sauveur,
Vois laquelle des deux en est le plus chérie,
Et du Père Eternel gagne mieux la faveur.

L'une a toute sa race au démon asservie,
L'autre rompt l'esclavage où furent ses aïeux
Par l'une vient la mort et par l'autre la vie,
L'une ouvre les enfers et l'autre ouvre les cieux.

Cette Ève cependant qui nous engage aux flammes
Au point qu'elle est bornée est sans corruption
Et la Vierge " bénie entre toutes les femmes "
Serait-elle moins pure en sa conception ?

Non, non, n'en croyez rien, et tous tant que nous sommes
Publions le contraire à toute heure, en tout lieu :
Ce que Dieu donne bien à la mère des hommes,
Ne le refusons pas à la Mère de Dieu.

 

Anatole FRANCE (1844-1924)

 

 

La mort

 

Si la vierge vers toi jette sous les ramures
Le rire par sa mère à ses lèvres appris ;
Si, tiède dans son corps dont elle sait le prix,
Le désir a gonflé ses formes demi-mûres ;

Le soir, dans la forêt pleine de frais murmures,
Si, méditant d'unir vos chairs et vos esprits,
Vous mêlez, de sang jeune et de baisers fleuris,
Vos lèvres, en jouant, teintes du suc des mûres ;

Si le besoin d'aimer vous caresse et vous mord,
Amants, c'est que déjà plane sur vous la Mort :
Son aiguillon fait seul d'un couple un dieu qui crée.

Le sein d'un immortel ne saurait s'embraser.
Louez, vierges, amants, louez la Mort sacrée,
Puisque vous lui devez l'ivresse du baiser.

(Recueil : Les poèmes dorés)

 

 

Victor HUGO (1802-1885)

 

 

Elle était pâle, et pourtant rose...

 

Elle était pâle, et pourtant rose,
Petite avec de grands cheveux.
Elle disait souvent : je n'ose,
Et ne disait jamais : je veux.

Le soir, elle prenait ma Bible
Pour y faire épeler sa sœur,
Et, comme une lampe paisible,
Elle éclairait ce jeune cœur.

Sur le saint livre que j'admire
Leurs yeux purs venaient se fixer ;
Livre où l'une apprenait à lire,
Où l'autre apprenait à penser !

Sur l'enfant, qui n'eût pas lu seule,
Elle penchait son front charmant,
Et l'on aurait dit une aïeule,
Tant elle parlait doucement !

Elle lui disait: Sois bien sage!
Sans jamais nommer le démon ;
Leurs mains erraient de page en page
Sur Moïse et sur Salomon,

Sur Cyrus qui vint de la Perse,
Sur Moloch et Léviathan,
Sur l'enfer que Jésus traverse,
Sur l'éden où rampe Satan.

Moi, j'écoutais... - Ô joie immense
De voir la sœur près de la sœur!
Mes yeux s'enivraient en silence
De cette ineffable douceur.

Et, dans la chambre humble et déserte,
Où nous sentions, cachés tous trois,
Entrer par la fenêtre ouverte
Les souffles des nuits et des bois,

Tandis que, dans le texte auguste,
Leurs cœurs, lisant avec ferveur,
Puisaient le beau, le vrai, le juste,
Il me semblait, à moi rêveur,

Entendre chanter des louanges
Autour de nous, comme au saint lieu,
Et voir sous les doigts de ces anges
Tressaillir le livre de Dieu !


(Recueil : Les contemplations)

 

 

 

Alfred de MUSSET (1810-1857)

 

 

A une fleur

 

Que me veux-tu, chère fleurette,
Aimable et charmant souvenir ?
Demi-morte et demi-coquette,
Jusqu'à moi qui te fait venir ?

Sous ce cachet enveloppée,
Tu viens de faire un long chemin.
Qu'as-tu vu ? que t'a dit la main
Qui sur le buisson t'a coupée ?

N'es-tu qu'une herbe desséchée
Qui vient achever de mourir ?
Ou ton sein, prêt à refleurir,
Renferme-t-il une pensée ?

Ta fleur, hélas ! a la blancheur
De la désolante innocence ;
Mais de la craintive espérance
Ta feuille porte la couleur.

As-tu pour moi quelque message ?
Tu peux parler, je suis discret.
Ta verdure est-elle un secret ?
Ton parfum est-il un langage ?

S'il en est ainsi, parle bas,
Mystérieuse messagère ;
S'il n'en est rien, ne réponds pas ;
Dors sur mon cœur, fraîche et légère.

Je connais trop bien cette main,
Pleine de grâce et de caprice,
Qui d'un brin de fil souple et fin
A noué ton pâle calice.

Cette main-là, petite fleur,
Ni Phidias ni Praxitèle
N'en auraient pu trouver la sœur
Qu'en prenant Vénus pour modèle.

Elle est blanche, elle est douce et belle,
Franche, dit-on, et plus encor ;
A qui saurait s'emparer d'elle
Elle peut ouvrir un trésor.

Mais elle est sage, elle est sévère ;
Quelque mal pourrait m'arriver.
Fleurette, craignons sa colère.
Ne dis rien, laisse-moi rêver.


(Recueil : Poésies nouvelles)

 

 

 

Arthur RIMBAUD (1854-1891)

 

 

Ophélie

 

 

I

Sur l'onde calme et noire où dorment les étoiles
La blanche Ophélia flotte comme un grand lys,
Flotte très lentement, couchée en ses longs voiles...
- On entend dans les bois lointains des hallalis.

Voici plus de mille ans que la triste Ophélie
Passe, fantôme blanc, sur le long fleuve noir.
Voici plus de mille ans que sa douce folie
Murmure sa romance à la brise du soir.

Le vent baise ses seins et déploie en corolle
Ses grands voiles bercés mollement par les eaux ;
Les saules frissonnants pleurent sur son épaule,
Sur son grand front rêveur s'inclinent les roseaux.

Les nénuphars froissés soupirent autour d'elle ;
Elle éveille parfois, dans un aune qui dort,
Quelque nid, d'où s'échappe un petit frisson d'aile :
- Un chant mystérieux tombe des astres d'or.

II

Ô pâle Ophélia ! belle comme la neige !
Oui tu mourus, enfant, par un fleuve emporté !
- C'est que les vents tombant des grands monts de Norvège
T'avaient parlé tout bas de l'âpre liberté ;

C'est qu'un souffle, tordant ta grande chevelure,
A ton esprit rêveur portait d'étranges bruits ;
Que ton cœur écoutait le chant de
la Nature
Dans
les plaintes de l'arbre et les soupirs des nuits ;

C'est que la voix des mers folles, immense râle,
Brisait ton sein d'enfant, trop humain et trop doux ;
C'est qu'un matin d'avril, un beau cavalier pâle,
Un pauvre fou, s'assit muet à tes genoux !

Ciel ! Amour ! Liberté ! Quel rêve, ô pauvre Folle !
Tu te fondais à lui comme une neige au feu :
Tes grandes visions étranglaient ta parole
- Et l'Infini terrible effara ton œil bleu !

III

- Et le Poète dit qu'aux rayons des étoiles
Tu viens chercher, la nuit, les fleurs que tu cueillis ;
Et qu'il a vu sur l'eau, couchée en ses longs voiles,
La blanche Ophélia flotter, comme un grand lys.


(Recueil : Poésies)

 

 

Georges RODENBACH (1855-1898) 

 

 

La lampe dans la chambre ...

 

La lampe dans la chambre est une rose blanche
Qui s'ouvre tout à coup au jardin gris du soir ;
Son reflet au plafond dilate un halo noir
Et c'est assez pour croire un peu que c'est dimanche.

La lampe dans la chambre est une lune blanche
Qui fait fleurir dans les miroirs des nénuphars ;
On ne sait plus quel jour il est, ni s'il est tard,
Sauf qu'on est doux comme à la fin d'un beau dimanche.

Sourire de la lampe en sa dentelle blanche
Qu'on dirait une coiffe où dorment des cheveux ;
Lampe amicale aux lents regards d'un calme feu
Qui donne à l'air de chaque soir l'air du dimanche


(Recueil : Le miroir du ciel natal)

 

 

 

 

Engelse gedichten

 

Elizabeth Barrett Browning

(1809 - 1861)

 

If thou must love me.

 

If thou must love me, let it be for nought
Except for love's sake only. Do not say
'I love her for her smile—her look—her way
Of speaking gently,—for a trick of thought
That falls in well with mine, and certes brought
A sense of pleasant ease on such a day'—
For these things in themselves, Beloved, may
Be changed, or change for thee,—and love, so wrought,
May be unwrought so. Neither love me for
Thine own dear pity's wiping my cheeks dry,—
A creature might forget to weep, who bore
Thy comfort long, and lose thy love thereby!
But love me for love's sake, that evermore
Thou mayst love on, through love's eternity

 

 

 

Lord Byron

(1788-1824)

 

 

Would I Were a Careless Child

 

I would I were a careless child,
                        Still dwelling in my Highland cave,
                    Or roaming through the dusky wild,
                        Or bounding o'er the dark blue wave;
                    The cumbrous pomp of Saxon pride
                        Accords not with the freeborn soul,
                    Which loves the mountain's craggy side,
                        And seeks the rocks where billows roll.

 

Fortune! take back these cultured lands,
                        Take back this name of splendid sound!
                    I hate the touch of servile hands,
                        I hate the slaves that cringe around.
                   
Place me among the rocks I love,
                        Which sound to Ocean's wildest roar;
                    I ask but this - again to rove

          Through scenes my youth hath known before.


                   
Few are my years, and yet I feel
                        The world was ne'er designed for me:
                    Ah! why do dark'ning shades conceal
                        The hour when man must cease to be?
                    Once I beheld a splendid dream,
                        A visionary scene of bliss:
                    Truth! - wherefore did thy hated beam
                        Awake me to a world like this?

 

I loves - but those I love are gone;
                        Had friends - my early friends are fled:
                    How cheerless feels the heart alone,
                        When all its former hopes are dead!
                   
Though gay companions o'er the bowl
                        Dispel awhile the sense of ill'
                    Though pleasure stirs the maddening soul,
                        The heart - the heart - is lonely still.

 

How dull! to hear the voice of those
                        Whom rank or chance, whom wealth or power,
                    Have made, though neither friends nor foes,
                        Associates of the festive hour.
                   
Give me again a faithful few,
                        In years and feelings still the same,
                    And I will fly the midnight crew,
                        Where boist'rous joy is but a name.

 

And woman, lovely woman! thou,
                        My hope, my comforter, my all!
                   
How cold must be my bosom now,
                        When e'en thy smiles begin to pall!
                    Without a sigh would I resign
                        This busy scene of splendid woe,
                    To make that calm contentment mine,
                        Which virtue know, or seems to know.

 

Fain would I fly the haunts of men -
                        I seek to shun, not hate mankind;
                    My breast requires the sullen glen,
                        Whose gloom may suit a darken'd mind.
                   
Oh! that to me the wings were given
                        Which bear the turtle to her nest!
                    Then would I cleave the vault of heaven,
                        To flee away, and be at rest.

 

http://www.englishhistory.net/byron.html


 

 

 She Walks in Beauty

 

 She walks in beauty, like the night

Of cloudless climes and starry skies;

And all that's best of dark and bright

Meet in her aspect and her eyes:

Thus mellow'd to that tender light

Which heaven to gaudy day denies.

 

 One shade the more, one ray the less,

Had half impair'd the nameless grace

Which waves in every raven tress,

Or softly lightens o'er her face;

Where thoughts serenely sweet express

How pure, how dear their dwelling-place.

 

 And on that cheek, and o'er that brow,

So soft, so calm, yet eloquent,

The smiles that win, the tints that glow,

But tell of days in goodness spent,

A mind at peace with all below,

A heart whose love is innocent! 

 


  

 Keats

 

 

'The Human Seasons'

 

Four Seasons fill the measure of the year;
    There are four seasons in the mind of man:
He has his lusty Spring, when fancy clear
    Takes in all beauty with an easy span:


He has his Summer, when luxuriously
    Spring's honied cud of youthful thought he loves
To ruminate, and by such dreaming high
    Is nearest unto heaven: quiet coves


His soul has in its Autumn, when his wings
    He furleth close; contented so to look
On mists in idleness--to let fair things
    Pass by unheeded as a threshold brook.


He has his Winter too of pale misfeature,
Or else he would forego his mortal nature.

 

http://www.englishhistory.net/keats.html

 

 

Francis Thompson

 

 

Arab Love-Song

 

The hunchèd camels of the night
Trouble the bright
And silver waters of the moon.
The Maiden of the Morn will soon
Through Heaven stray and sing,
Star gathering.

 

Now while the dark about our loves is strewn,
Light of my dark, blood of my heart, O come!
And night will catch her breath up, and be dumb.

 

Leave thy father, leave thy mother
And thy brother;
Leave the black tents of thy tribe apart!
Am I not thy father and thy brother,
And thy mother?
And thou -- what needest with thy tribe's black tents
Who hast the red pavilion of my heart?

 

 

 

Edgar Allan Poe

(1809-1849)

 

 

Annabel Lee

 

It was many and many a year ago,

In a kingdom by the sea,

That a maiden there lived whom you may know

By the name of Annabel Lee;--

And this maiden she lived with no other thought

Than to love and be loved by me.

 

I was a child and she was a child,

In this kingdom by the sea;

But we loved with a love that was more than love--

I and my Annabel Lee--

With a love that the wingéd seraphs in Heaven

Coveted her and me.

 

And this was the reason that, long ago,

In this kingdom by the sea,

A wind blew out of a cloud, chilling

My beautiful Annabel Lee;

So that her high-born kinsmen came

And bore her away from me,

To shut her up in a sepulchre,

In this kingdom by the sea.

 

The angels, not half so happy in Heaven,

Went envying her and me--

Yes!--that was the reason (as all men know,

In this kingdom by the sea)

That the wind came out of the cloud by night,

Chilling and killing my Annabel Lee.

 

But our love it was stronger by far than the love

Of those who were older than we--

Of many far wiser than we--

And neither the angels in Heaven above,

Nor the demons down under the sea,

Can ever dissever my soul from the soul

Of the beautiful Annabel Lee:--

 

For the moon never beams, without bringing me dreams

Of the beautiful Annabel Lee;

And the stars never rise, but I feel the bright eyes

Of the beautiful Annabel Lee:--

And so, all the night-tide, I lie down by the side

Of my darling--my darling--my life and my bride,

In her sepulchre there by the sea--

In her tomb by the sounding sea.

 


THE RAVEN

 

Once upon a midnight dreary, while I pondered, weak and weary,

Over many a quaint and curious volume of forgotten lore,

While I nodded, nearly napping, suddenly there came a tapping,

As of some one gently rapping, rapping at my chamber door.

"'Tis some visitor," I muttered, "tapping at my chamber door -

Only this, and nothing more."

 

Ah, distinctly I remember it was in the bleak December,

And each separate dying ember wrought its ghost upon the floor.

Eagerly I wished the morrow; - vainly I had sought to borrow

From my books surcease of sorrow - sorrow for the lost Lenore -

For the rare and radiant maiden whom the angels name Lenore -

Nameless here for evermore.

 

And the silken sad uncertain rustling of each purple curtain

Thrilled me - filled me with fantastic terrors never felt before;

So that now, to still the beating of my heart, I stood repeating,

"'Tis some visitor entreating entrance at my chamber door -

Some late visitor entreating entrance at my chamber door; -

This it is, and nothing more."

 

Presently my soul grew stronger; hesitating then no longer,

"Sir," said I, "or Madam, truly your forgiveness I implore;

But the fact is I was napping, and so gently you came rapping,

And so faintly you came tapping, tapping at my chamber door,

That I scarce was sure I heard you"- here I opened wide the door; -

Darkness there, and nothing more.

 

Deep into that darkness peering, long I stood there wondering, fearing,

Doubting, dreaming dreams no mortals ever dared to dream before;

But the silence was unbroken, and the stillness gave no token,

And the only word there spoken was the whispered word, "Lenore?"

This I whispered, and an echo murmured back the word, "Lenore!" -

Merely this, and nothing more.

 

Back into the chamber turning, all my soul within me burning,

Soon again I heard a tapping somewhat louder than before.

"Surely," said I, "surely that is something at my window lattice:

Let me see, then, what thereat is, and this mystery explore -

Let my heart be still a moment and this mystery explore; -

'Tis the wind and nothing more."

 

Open here I flung the shutter, when, with many a flirt and flutter,

In there stepped a stately raven of the saintly days of yore;

Not the least obeisance made he; not a minute stopped or stayed he;

But, with mien of lord or lady, perched above my chamber door -

Perched upon a bust of Pallas just above my chamber door -

Perched, and sat, and nothing more.

 

Then this ebony bird beguiling my sad fancy into smiling,

By the grave and stern decorum of the countenance it wore.

"Though thy crest be shorn and shaven, thou," I said, "art sure no craven,

Ghastly grim and ancient raven wandering from the Nightly shore -

Tell me what thy lordly name is on the Night's Plutonian shore!"

Quoth the Raven, "Nevermore."

 

Much I marvelled this ungainly fowl to hear discourse so plainly,

Though its answer little meaning- little relevancy bore;

For we cannot help agreeing that no living human being

Ever yet was blest with seeing bird above his chamber door -

Bird or beast upon the sculptured bust above his chamber door,

With such name as "Nevermore."

 

But the raven, sitting lonely on the placid bust, spoke only

That one word, as if his soul in that one word he did outpour.

Nothing further then he uttered- not a feather then he fluttered -

Till I scarcely more than muttered, "other friends have flown before -

On the morrow he will leave me, as my hopes have flown before."

Then the bird said, "Nevermore."

 

Startled at the stillness broken by reply so aptly spoken,

"Doubtless," said I, "what it utters is its only stock and store,

Caught from some unhappy master whom unmerciful Disaster

Followed fast and followed faster till his songs one burden bore -

Till the dirges of his Hope that melancholy burden bore

Of 'Never - nevermore'."

 

But the Raven still beguiling all my fancy into smiling,

Straight I wheeled a cushioned seat in front of bird, and bust and door;

Then upon the velvet sinking, I betook myself to linking

Fancy unto fancy, thinking what this ominous bird of yore -

What this grim, ungainly, ghastly, gaunt and ominous bird of yore

Meant in croaking "Nevermore."

 

This I sat engaged in guessing, but no syllable expressing

To the fowl whose fiery eyes now burned into my bosom's core;

This and more I sat divining, with my head at ease reclining

On the cushion's velvet lining that the lamplight gloated o'er,

But whose velvet violet lining with the lamplight gloating o'er,

She shall press, ah, nevermore!

 

Then methought the air grew denser, perfumed from an unseen censer

Swung by Seraphim whose footfalls tinkled on the tufted floor.

"Wretch," I cried, "thy God hath lent thee - by these angels he hath sent thee

Respite - respite and nepenthe, from thy memories of Lenore:

Quaff, oh quaff this kind nepenthe and forget this lost Lenore!"

Quoth the Raven, "Nevermore."

 

"Prophet!" said I, "thing of evil! - prophet still, if bird or devil! -

Whether Tempter sent, or whether tempest tossed thee here ashore,

Desolate yet all undaunted, on this desert land enchanted -

On this home by horror haunted- tell me truly, I implore -

Is there - is there balm in Gilead? - tell me - tell me, I implore!"

Quoth the Raven, "Nevermore."

 

"Prophet!" said I, "thing of evil - prophet still, if bird or devil!

By that Heaven that bends above us - by that God we both adore -

Tell this soul with sorrow laden if, within the distant Aidenn,

It shall clasp a sainted maiden whom the angels name Lenore -

Clasp a rare and radiant maiden whom the angels name Lenore."

Quoth the Raven, "Nevermore."

 

"Be that word our sign in parting, bird or fiend," I shrieked, upstarting -

"Get thee back into the tempest and the Night's Plutonian shore!

Leave no black plume as a token of that lie thy soul hath spoken!

Leave my loneliness unbroken!- quit the bust above my door!

Take thy beak from out my heart, and take thy form from off my door!"

Quoth the Raven, "Nevermore."

 

And the Raven, never flitting, still is sitting, still is sitting

On the pallid bust of Pallas just above my chamber door;

And his eyes have all the seeming of a demon's that is dreaming,

And the lamplight o'er him streaming throws his shadow on the floor;

And my soul from out that shadow that lies floating on the floor

Shall be lifted - nevermore!

 

 

 

 

Miss Frank Miller (1898)

 

 

DE HYMNE VAN DE SCHEPPER

 

 When the Eternal first made Sound

A myriad ears sprang out to hear,

And throughout all the Universe

There rolled an echo deep and clear:

'All Glory to the God of Sound!'

 

When the Eternal first made Light

A myriad eyes sprang out to look,

And hearing ears and seeing eyes,

Once more a mighty choral took:

'All Glory to the God of Light!'

 

When the Eternal first gave Love,

A myriad hearts sprang into life;

Ears filled with music, eyes with light,

Pealed forth with hearts with love all rife:

'All Glory to the God of Love!'

 

 vertaling

 

Toen de Eeuwige in den beginne Geluid schiep,

Ontstonden talloze oren, om te horen,

En door het hele heelal

Weerklonk een echo, diep en helder:

'Ere zij de God van het Geluid!'

 

Toen de Eeuwige in den beginne het Licht schiep,

Ontstonden talloze ogen, om te zien,

En horende oren en ziende ogen

Hieven opnieuw een geweldig koor aan:

'Ere zij de God van het Licht!'

 

Toen de Eeuwige in den beginne Liefde schonk

kwamen talloze harten tot leven;

Oren vulden zich met muziek, ogen met licht,

En juichten te samen met harten, overvloeiend van liefde:

'Ere zij de God der Liefde!'

 

 

Bron: C.G. Jung – Libido in transformatie


 

 

 Oliver Wendell Holmes 

 

The Chambered Nautilus

 



 This is the ship of pearl, which, poets feign,
Sails the unshadowed main,
The venturous bark that flings
On the sweet summer wind its purpled wings
In gulfs enchanted, where the Siren sings,
And coral reefs lie bare,
Where the cold sea-maids rise to sun their streaming hair.

 

Its webs of living gauze no more unfurl;
Wrecked is the ship of pearl!
And every chambered cell,
Where its dim dreaming life was wont to dwell,
As the frail tenant shaped his growing shell,
Before thee lies revealed,
Its irised ceiling rent, its sunless crypt unsealed!

 

Year after year beheld the silent toil
That spread his lustrous coil;
Still, as the spiral grew,
He left the past year's dwelling for the new,
Stole with soft steps its shining archway through,
Built up its idle door,
Stretched in his last-found home, and knew the old no more.

 

Thanks for the heavenly message brought by thee,
Child of the wandering sea,
Cast from her lap, forlorn!
From thy dead lips a clearer note is born
Than ever Triton blew from wreathèd horn!
While on mine ear it rings,
Through the deep caves of thought I hear a voice that sings:

 

Build thee more stately mansions, O my soul,
As the swift seasons roll!
Leave thy low-vaulted past!
Let each new temple, nobler than the last,
Shut thee from heaven with a dome more vast,
Till thou at length art free,
Leaving thine outgrown shell by life's unresting sea! 


 

 

Max Heindel

 

 

Creed or Christ

 

No man loves God who hates his kind,
Who tramples on his brother's heart and soul;
Who seeks to shackle, cloud, or fog the mind
By fears of hell has not perceived our goal.

 

God-sent are all religions blest;
And Christ, the Way, the Truth, the Life,
To give the heavy laden rest
And peace from sorrow, sin, and strife.

 

Behold the Universal Spirit came
To all the churches, not to one alone;
On Pentecostal morn a tongue of flame
Round each apostle as a halo shone.

 

Since then, as vultures ravenous with greed,
We oft have battled for an empty name,
And sought by dogma, edict, cult, or creed,
To send each other to the quenchless flame.

 

Is Christ then twain? Was Cephas, Paul,
To save the world, nailed to the tree?
Then why divisions here at all?
Christ's love enfolds both you and me.

 

His pure sweet love is not confined
By creed which segregate and raise a wall.
His love enfolds, embraces human kind,
No matter what ourselves or Him we call.

 

Then why not take Him at His word?
Why hold to creeds which tear apart?
But one thing matters, be it heard
That brother love fill every heart.

 

There's but one thing the world has need to know.
There's but one balm for all our human woe:
There's but one way that leads to heaven above--
That way is human sympathy and love.

 

 

   My Friend

                                                  


I love you not only for what you are, but for
what I am when I am with you.


I love you not only for what you have made of
yourself, but for what you are making of me.

 I love you because you have done more than
any creed could have done to make me good,
and more than any fate could have done to make
me happy.

You have done it without a touch, without a
word, without a sign.

You have done it by being yourself. Perhaps
that is what being a friend means,
after all.
 
Anonymous
 

 

'And For No Reason'

 

And

For no reason

I start skipping like a child.

 

And

For no reason

I turn into a leaf

That is carried so high

I kiss the sun's mouth

And dissolve.

 

And

For no reason

A thousand birds

Choose my head for a conference table,

Start passing their

Cups of wine

And their wild songbooks all around.

 

And

For every reason in existence

I begin to eternally,

To eternally laugh and love!

 

When I turn into a leaf

And start dancing,

I run to kiss our beautiful Friend

And I dissolve in the Truth

That I Am.

 

Hafiz/ Trans. Ladinsky

A billion times God has turned man

Into Himself

 

 

Leonard Cohen

 

 

I Long to Hold Some Lady
from The Spice Box of Earth

 

I long to hold some lady
For my love is far away,
And will not come tomorrow
And was not here today.

 

There is no flesh so perfect
As on my lady's bone,
And yet it seems so distant
When I am all alone:

 

 As though she were a masterpiece
In some castled town,
That pilgrims come to visit
And priests to copy down.

 

Alas, I cannot travel
To a love I have so deep
Or sleep too close beside
A love I want to keep.

 

But I long to hold some lady,
For flesh is warm and sweet.
Cold skeletons go marching
Each night beside my feet.

 

 

Nhat Thich Hanh

 

 

Please Call Me by My True Names

 

Don't say that I will depart tomorrow --
even today I am still arriving.

Look deeply: every second I am arriving
to be a bud on a Spring branch,
to be a tiny bird, with still-fragile wings,
learning to sing in my new nest,
to be a caterpillar in the heart of a flower,
to be a jewel hiding itself in a stone.

I still arrive, in order to laugh and to cry,
to fear and to hope.

The rhythm of my heart is the birth and death
of all that is alive.

I am the mayfly metamorphosing
on the surface of the river.
And I am the bird
that swoops down to swallow the mayfly.

I am the frog swimming happily
in the clear water of a pond.
And I am the grass-snake
that silently feeds itself on the frog.

I am the child in Uganda, all skin and bones,
my legs as thin as bamboo sticks.
And I am the arms merchant,
selling deadly weapons to Uganda.

I am the twelve-year-old girl,
refugee on a small boat,
who throws herself into the ocean
after being raped by a sea pirate.
And I am the pirate,
my heart not yet capable
of seeing and loving.

I am a member of the politburo,
with plenty of power in my hands.
And I am the man who has to pay
his "debt of blood" to my people
dying slowly in a forced-labor camp.

My joy is like Spring, so warm
it makes flowers bloom all over the Earth.
My pain is like a river of tears,
so vast it fills the four oceans.

Please call me by my true names,
so I can hear all my cries and my laughter at once,
so I can see that my joy and pain are one.

Please call me by my true names,
so I can wake up,
and so the door of my heart
can be left open,
the door of compassion.

 

1989

 

Interrelationship

 

You are me, and I am you.
Isn't it obvious that we "inter-are"?
You cultivate the flower in yourself,
so that I will be beautiful.
I transform the garbage in myself,
so that you will not have to suffer.

I support you;
you support me.
I am in this world to offer you peace;
you are in this world to bring me joy.

 

1989

 

 

 

 Rudyard Kipling.

 

 

If

 

If you can keep your head when all about you

Are losing theirs and blaming it on you;

If you can trust yourself when all men doubt you,

But make allowance for their doubting too;

If you can wait and not be tired by waiting,

Or being lied about, don't deal in lies,

Or being hated don't give way to hating,

And yet don't look too good, nor talk too wise.

 

If you can dream - and not make dreams your master;

If you can think - and not make thoughts your aim;

If you can meet with Triumph and Disaster

And treat those two impostors just the same;

If you can bear to hear the truth you've spoken

Twisted by knaves to make a trap for fools,

Or watch the things you gave your life to broken,

And stoop and build 'em up with worn-out tools.

 

If you can make one heap of all your winnings

And risk it on one turn of pitch-and-toss,

And lose, and start again at your beginnings

And never breathe a word about your loss;

If you can force your heart and nerve and sinew

To serve your turn long after they are gone,

And so hold on when there is nothing in you

Except the Will which says to them: "Hold on!"

 

If you can talk with crowds and keep your virtue,

Or walk with Kings- nor lose the common touch,

If neither foes nor loving friends can hurt you,

If all men count with you, but none too much;

If you can fill the unforgiving minute

With sixty seconds' worth of distance run,

Yours is the earth and everything that's in it,

And - which is more - you 'll be a Man, my son.

 

 

William Blake  1757– 1827

 

 

The Garden of Love

 

I went to the Garden of Love,

And saw what I never had seen:

A Chapel was built in the midst,

Where I used to play on the green.

 

And the gates of this Chapel were shut,

And “Thou shalt not'' writ over the door;

So I turn'd to the Garden of Love

That so many sweet flowers bore;

 

And I saw it was filled with graves

And tomb-stones, where flowers should be;

And Priests in black gowns were walking their rounds,

And binding with briars my joys and desires.

 

Songs of Experience by William Blake

 

 

  William Wordsworth

 

To A Butterfly

 

 

STAY near me--do not take thy flight!
A little longer stay in sight!
Much converse do I find in thee,
Historian of my infancy!


Float near me; do not yet depart!
Dead times revive in thee:
Thou bring'st, gay creature as thou art!
A solemn image to my heart,
My father's family!

 

Oh! pleasant, pleasant were the days,
The time, when, in our childish plays,
My sister Emmeline and I
Together chased the butterfly!


A very hunter did I rush
Upon the prey:--with leaps and springs
I followed on from brake to bush;
But she, God love her, feared to brush
The dust from off its wings.

 

 

William Shakespeare

 


 

All the World’s a Stage

 

All the world’s a stage,
And all the men and women merely players;
They have their exits and their entrances,
And one man in his time plays many parts,
His acts being seven ages. At first, the infant,
Mewling and puking in the nurse’s arms.

Then the whining schoolboy, with his satchel
And shining morning face, creeping like snail
Unwillingly to school.
And then the lover,
Sighing like furnace, with a woeful ballad
Made to his mistress’ eyebrow. Then a soldier,
Full of strange oaths and bearded like the pard,
Jealous in honor, sudden and quick in quarrel,
Seeking the bubble reputation
Even in the cannon’s mouth. And then the justice,
In fair round belly with good capon lined,
With eyes severe and beard of formal cut,
Full of wise saws and modern instances;
And so he plays his part. The sixth age shifts
Into the lean and slippered pantaloon,
With spectacles on nose and pouch on side;
His youthful hose, well saved, a world too wide
For his shrunk shank, and his big manly voice,
Turning again toward childish treble, pipes
And whistles in his sound. Last scene of all,
That ends this strange eventful history,
Is second childishness and mere oblivion,
Sans teeth, sans eyes, sans taste, sans everything.

 

 

 A. A. Milne

 

 

 

Wind on the Hill

 

No one can tell me,
Nobody knows,
Where the wind comes from,
Where the wind goes.

 

It’s flying from somewhere
As fast as it can,
I couldn’t keep up with it,
Not if I ran.

 

But if I stopped holding
The string of my kite,
It would blow with the wind
For a day and a night.

 

And then when I found it,
Wherever it blew,
I should know that the wind
Had been going there too.

 

So then I could tell them
Where the wind goes…
But where the wind comes from
Nobody knows.